field summer sun garden

Das Bienenjahr und somit auch die Bienen richten sich nicht nach unserem Kalendersystem. Sie kennen weder Tage, noch Wochen oder Monate. Ihr gesamtes Dasein richtet sich nach der herrschenden Witterung und nach den damit resultierenden Blüten.

Was ist Phänologie?

Lassen sie uns doch einmal einen Blick auf die zehn Jahreszeiten der Pflanzen richten. Jede Pflanze hat ihre bestimme Zeit, in der sie blüht, die Früchte reifen oder Blattausschlag und Blattfall geschehen. Über diese optischen Marker definieren wir die zehn phänologischen Phasen.

  1. Vorfrühling
  2. Erstfrühling
  3. Vollfrühling
  4. Frühsommer
  5. Hochsommer
  6. Spätsommer
  7. Frühherbst
  8. Vollherbst
  9. Spätherbst
  10. Winter

Den Beginn der einzelnen Phasen wird somit von periodischen und wiederkehrenden Entwicklungsstadien der Pflanzen definiert. Pflanzen reagieren auf bestimmte Temperatursummen. Dadurch beginnt jede phänologische Phase in verschiedenen Gegenden zu verschiedenen Zeiten.

Die Zeigerpflanzen der Phänologie

Als Zeigerpflanzen der verschiedenen Phasen kennen wir:

phänologische PhaseBeginn erkennbar an (ab)
VorfrühlingHaselblüte (Januar / Februar)
ErstfrühlingForsythienblüte (März / April)
VollfrühlingApfelblüte (April / Mai)
FrühsommerHollunderblüte (Mai / Juni)
HochsommerSommerlindenblüte (Juni)
SpätsommerApfel Fruchtreife (August)
FrühherbstHolunder Fruchtreife (August / September)
VollherbstStiel-Eiche Fruchtreife (September / Oktober)
SpätherbstStiel-Eiche Blattfärbung (Oktober)
WinterStiel-Eiche Blattfall (November)
Zeigerpflanzen der phänologischen Phasen

Nach diesen Jahreszeiten richten sich auch die Bienen und deren Entwicklungsstand. Jeder, der sich mit Bienen beschäftigt, seien es Honigbienen oder auch Wildbienen, sollte ein gewisses Auge für die Entwicklung der Natur haben. Was nutzt es, gewisse Arbeiten an den Bienenvölkern zu verrichten, wenn die äusseren Umstände dies weder erfordern noch rechtfertigen. Über zeitliche Abgaben von früher, wie „Na ja, mach‘ das mal so um den 15. Juni rum…“ können wir heute nur noch mit dem Kopf schütteln.

Der phänologische Kalender zeigt überdies sehr eindeutig, dass die einzelnen Phasen sich im immer schneller voran schreitenden Klimawandel verändern und verfrühen. Unsere Honigbienen scheinen sich an diesen Wandel recht gut an passen zu können. Aber wie sieht es mit unseren Wildbienen aus?

Wir werden in loser Zeitfolge weitere Artikel zur Phänologie veröffentlichen. So zeigen wir die anstehenden Arbeiten an den Unternehmensbienen unserer Kunden. Wir freuen uns auf interessierte Leser.

Ihr DEINE BIENE Team.

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